Der Traum vom eigenen Haus unter der spanischen Sonne ist für viele greifbar nah. Die Costa Blanca bietet mit über 300 Sonnentagen im Jahr, traumhaften Stränden und einer erstklassigen Lebensqualität die perfekten Bedingungen dafür.
Doch so verlockend der Immobilienkauf in Spanien ist – das spanische Immobilienrecht und die bürokratischen Abläufe unterscheiden sich grundlegend von den Systemen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Ohne die richtige Vorbereitung kann der Traum schnell teuer werden.
Hier sind die 5 größten Fehler, die Sie beim Immobilienkauf an der Costa Blanca unbedingt vermeiden sollten:
1. Kauf ohne vorherige Prüfung des Grundbuchs (Nota Simple)
In Spanien gilt ein wichtiger Grundsatz: Schulden haften auf der Immobilie, nicht auf dem Vorbesitzer. Wenn Sie ein Haus kaufen, auf dem noch eine Hypothek, Steuerschulden oder unbezahlte Gemeinschaftskosten (Comunidad) lasten, übernehmen Sie diese mit dem Kauf.
- Die Lösung: Vor jeder Unterschrift oder Anzahlung muss eine aktuelle Nota Simple (ein Auszug aus dem spanischen Eigentumsregister) angefordert und genau geprüft werden.
2. Übereilte Unterschriften unter Reservierungsverträge
Häufig wird Kaufinteressenten signalisiert, dass sie schnell handeln und eine Anzahlung leisten müssen, um sich das Objekt zu sichern. Unterschreiben Sie niemals einen Reservierungsvertrag (Contrato de Reserva) oder einen privaten Kaufanwärtervertrag (Contrato de Arras), ohne dass die Immobilie rechtlich komplett durchleuchtet wurde. Tritt man danach zurück, ist die Anzahlung meist verloren.
3. Die Kaufnebenkosten falsch kalkulieren
Der Kaufpreis auf dem Papier ist nicht der Endpreis. In Spanien müssen Sie mit erheblichen Kaufnebenkosten rechnen. An der Costa Blanca (Region Valencia) fallen beim Kauf einer Bestandsimmobilie aktuell 9 % Grunderwerbsteuer (ITP) an. Bei Neubauten sind es 10 % IVA (Mehrwertsteuer) plus ca. 1,5 % Stempelsteuer (AJD). Hinzu kommen Notar-, Register- und Gestoria-Kosten. Kalkulieren Sie pauschal immer rund 12 % bis 13 % über dem Kaufpreis für die Nebenkosten ein.
4. Fehlende Vorbereitung bei den Finanzen (NIE & Bankkonto) Ohne eine spanische Steuernummer für Ausländer (NIE-Nummer) und ein spanisches Bankkonto geht beim eigentlichen Notartermin gar nichts. Die Beantragung der NIE-Nummer kann je nach Auslastung der Behörden einige Wochen dauern. Wer sich erst nach der erfolgreichen Immobiliensuche darum kümmert, riskiert, dass der Deal aufgrund von Fristüberschreitungen platzt.
- Unser Service für Sie: Keine Sorge vor der spanischen Bürokratie – im Rahmen unseres Betreuungsprozesses unterstützen wir Sie vollumfänglich bei der Beantragung Ihrer NIE-Nummer und der Eröffnung eines lokalen Bankkontos, damit alles rechtzeitig und stressfrei vorbereitet ist.
5. Auf eine unabhängige Beratung vor Ort verzichten
Der wohl größte Fehler ist es, sich blind auf die Aussagen von privaten Verkäufern oder unregulierten Vermittlern zu verlassen. Ein Immobilienkauf im Ausland erfordert absolute Rechtssicherheit. Ein registrierter, lokaler Immobilienmakler schützt Sie vor bösen Überraschungen, prüft alle Dokumente auf Herz und Nieren und begleitet Sie sicher vom ersten Besichtigungstermin bis zur Schlüsselübergabe beim Notar.
Fazit: Sicher ins Eigenheim an der Costa Blanca
Ein Immobilienkauf in Spanien ist ein wunderbares Projekt – wenn man die Spielregeln kennt. Gehen Sie keine unnötigen Risiken ein und setzen Sie von Anfang an auf Fachkompetenz und Transparenz.
Sie planen Ihren Immobilienkauf an der Costa Blanca und suchen einen verlässlichen Partner? Kontaktieren Sie uns bei Kohlmann Real Estate – wir begleiten Sie mit Herz, Verstand und absoluter Rechtssicherheit auf dem Weg zu Ihrer Traumimmobilie.